Auch 2026 gibt es wieder Kräuterspaziergänge in Hartl bei Übersbach. Die Termine sind der 18.4. und der 30.5.2026 von 15.00-17.00 Uhr. Nähere Infos findest du beim Klick aufs Bild!
Bärlauch - grüne Frühlingspower
Der Bärlauch mit dem lateinischen Namen Allium ursinum wächst gerne in feuchten, humusreichen Laub- und Auwäldern. Er wächst oft in Horsten und bedeckt den Waldboden meist im März, bevor ihm die belaubten Bäume das Licht nehmen würden. Sein knoblauchartiger Duft erfüllt dann den Wald. Aber wie kann man Bärlauch, der immer wieder zu Verwechslungen führt, einwandfrei bestimmen?
Bestimmungsmerkmale und Verwechlsungsmöglichkeiten von Bärlauch
- Verlasse dich nie nur auf den Geruch nach Knoblauch: nach 20 geernteten Bärlauchblättern wird für dich alles nach Knoblauch riechen!
- Bärlauchblätter haben immer eine glatte Blattoberseite und eine matte Blattunterseite. Maiglöckchen dagegen haben eine glänzende Blattunterseite.
Maiglöckchen - Auf der Blattunterseite findest du beim Bärlauch eine klar erkennbare Mittelrippe.
- Bärlauch hat ein Blatt pro Stiel - Maiglöckchen haben dagegen zwei pro Stiel. Bei Herbstzeitlosen wachsen mehrere Blätter ohne Stiel aus einer Rosette.
Herbstzeitlose - Bärlauch wächst aus einer Zwiebel - Maiglöckchen aus einer Wurzel und Aronstab aus einer kleinen Knolle mit fädiger Wurzel.
- Die Blätter des Gefleckten Aronstabes sind in ausgewachsenem Zustand pfeilförmig und haben unregelmäßige Blattnerven.
Gefleckter Aronstab
Bärlauch als Heilpflanze
Der Bärlauch als Verwandter des Knoblauchs, verfügt über ähnliche Heilwirkung. Er regt die Freisetzung von Magensaft und Galle an, wirkt gegen Blähungen sowie entkrampfend im Magen-Darm-Trakt und das enthaltene Allicin wirkt gegen Pilze und antibakteriell. Ebenfalls wirkt Bärlauch sich günstig bei Ateriosklerose aus, da er die Blutgefäße erweitert und dadurch regulierend auf Bluthochdruck wirkt. Auch regt er das körpereigene Immunsystem an und wurde in vergangenen Zeiten als Entwurmungsmittel verwendet.
Rezepte mit Bärlauch
Sehr gut schmeckt Bärlauch frisch in einer Kräutersuppe oder in einem Aufstrich und passt überall da, wo man auch Knoblauch verwenden würde. Um seinen Geschmack auch etwas länger genießen zu können, gibt es hier Rezepte, wie du ihn zur längeren Haltbarkeit verarbeiten kannst.
Bärlauchöl
Zutaten:
2 Handvoll Bärlauchblätter
750 ml Oliven- oder Rapsöl (oder eine Mischung daraus)
Zubereitung:
Zuerst den Bärlauch waschen, gut trocknen und schneiden. Anschließend den Bärlauch im Öl pürieren und in einen Kochtopf geben. Bei niedrigster Temperatureinstellung am Herd ohne Deckel 2 - 3 Stunden warm ausziehen lassen. Abkühlen lassen, durch ein feines Haarsieb abseihen und in dunkle Flaschen abfüllen. So erhältst du zum einen ein Öl, welches voller Aroma ist, eine schöne grüne Farbe hat und bis zu einem Jahr haltbar ist.
Bärlauchpesto
Zutaten:
4 Handvoll Bärlauchblätter
2 Teelöffel Salz
100 ml Olivenöl
Frisch vor Verbrauch dazugeben: frisch geriebenen Parmesan (vegan Hefeflocken) und 50 g geröstete Pinienkerne oder Nüsse, fein gemahlen oder gemörsert.
Zubereitung:
Für das Pesto die Bärlauchblätter waschen und gut abtrocknen. Klein schneiden und mit Salz und Olivenöl in saubere Gläser abfüllen und kühl lagern oder einfrieren. Zur Verwendung dann geriebenen Parmesan und gemahlene Pinienkerne oder Nüsse unterrühren. So hält das Pesto sich einige Monate, ohne das die Nüsse oder Kerne ranzig werden.
Bärlauchsalz
Zutaten:
1-2 Handvoll Bärlauchblätter
500 g grobes Salz
Zubereitung:
Zuerst die Bärlauchblätter gut waschen und trocknen. Anschließend schneiden und nach und nach mit dem Salz mörsern. Anschließend die feuchte Salzmasse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und entweder einige Tage bei Zimmertemperatur oder wenige Stunden mit geöffneter Backofentür bei 50 Grad im Ofen trockenen lassen. Danach am besten in eine Salzmühle abfüllen und frisch mahlen. So erhältst du zum einen ein sehr aromatisches Bärlauchsalz, welches auch eine ansprechende grüne Farbe hat.
Bärlauchbutter
Zutaten:
2 Handvoll Bärlauchblätter
1/2 Teelöffel Salz
Abrieb einer Bio-Zitrone
einen Spritzer Saft der Zitrone
500 g weiche Butter
Zubereitung:
Die Bärlauchblätter gut waschen und trocknen und fein schneiden. Die Zitronenschale abreiben und mit den Bärlauchblättern, dem Salz und einem Spritzer Zitronensaft zur weichen Butter geben und alles mit dem Handmixer gut verrühren. Entweder in Eiswürfel- oder kleine Pralinen- oder Muffinsförmchen geben und einfrieren. So hast du immer frische Bärlauchbutter im Tiefkühlfach, die du entweder einfach auf Brot genießen kannst oder besonders deine gegrillten Gerichte damit verfeinern kannst!





